Ein Woche Drostanien – Ein Rückblick

Drostanien-Staatstage – bunt, laut und lehrreich!

Was war das für eine Woche?

Endlich war es soweit! Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung – in dem wir unsere Verfassung schrieben, Namen auswählten, Geldscheine entwarfen, eine Flagge konzipierten, Parteien gründeten und einen harten Wahlkampf führten – starteten wir am 14. Juli mit der feierlichen Machtübergabe von Herrn Rupp an unseren Präsidenten Oskar. Nach dem Erhalt des symbolischen Schlüssels hielt Oskar eine flammende Rede zur Eröffnung unseres Staates. Und dann ging es los: eine Woche Drostanien – bunt, laut und lehrreich!

Die Staatstage waren geprägt von zahlreichen Essensständen, unzähligen Candyshops und spannenden Sportveranstaltungen. Doch auch die Kultur kam nicht zu kurz! Immerhin hatte sich der Staat in seiner Verfassung eine „kulturelle Marktwirtschaft“ verordnet. Es dauerte zwar zwei Tage, bis die Kultur-Acts richtig durchstarteten, doch das Parlament reagierte schnell auf diesen Missstand. Täglich nach der Rede zur Lage der Nation, gehalten von Präsident Oskar, tagte das Parlament und erließ Gesetze zur Förderung der Kultur. So wurden Kulturbons eingeführt und eine kulturelle Stunde ins Leben gerufen – eine Anlehnung an unseren „heiligen“ Sonntag, während der der Konsum zugunsten kultureller Aktionen pausiert wurde.

Ein weiteres Highlight war die Rolle der Medien als „dritte Macht“ im Staat. Unabhängig berichteten das Staatsradio, das Staatsfernsehen und die Zeitung „Das Tageslicht“ über die Geschehnisse und setzten wichtige thematische Akzente. Auch die Zivilgesellschaft zeigte sich aktiv: Eine Demonstration für Nachhaltigkeit und mehr Kultur sowie die Flugblattaktionen der „Weißen Ratte“ regten die Bürgerschaft zum Nachdenken an.

Die funktionierende Bürokratie und der Staatsapparat sorgten für die notwendigen Rahmenbedingungen. Die Grenzen waren gesichert, die Wirtschaft wurde durch den WKD kontrolliert, und die Polizei gewährte die Einhaltung der Gesetze. Recht wurde durch Richter*innen gesprochen, Steuern und Kredite verwaltet, und der gesamte Geldfluss wurde vom Finanzministerium gelenkt und dokumentiert. Sogar Hochzeiten waren möglich!

Zu einem Staat gehört eine funktionierende Wirtschaft. Die vielen Betriebe mit kreativen Dekorationen trugen zum bunten Bild Drostaniens bei. Viele Unternehmen konnten ihre Ausgaben schnell erwirtschaften und verdienten, wie auch die Beamt*innen, ihren Lebensunterhalt in Drostanien. Allerdings gab es auch Betriebe, die weniger erfolgreich waren. Hier reagierte die Gesetzgeber unter anderem mit dem Liquiditätsgesetz, das finanzschwache Unternehmen zu Beginn unterstützen sollte. Unsere Schüler*innen lernten somit, was es bedeutet, ein Unternehmen zu führen, an welchen Stellschrauben gedreht werden kann und sollte, und dass nicht jede noch so gute Idee oder jede ansprechende Dekoration automatisch zum wirtschaftlichen Erfolg führt.

Der Höhepunkt der Staatswoche war sicherlich der Donnerstagnachmittag, an dem zahlreiche Touristen Drostanien besuchten. Es gab unzählige Live-Acts, und zwei von Bürger*innen eingebrachte Gesetze wurden in einer emotional geführten Volksversammlung durch den Hammelsprung entschieden und verabschiedet.

Ein letzter Kraftakt war das gemeinsame Aufräumen des Schulhauses. Unter dem Motto „Drostanien packt an“ waren alle aufgerufen, zusammenzuhalten und zu helfen – ein Zeichen der Solidarität zum Abschluss von Drostanien. In der Abschlusszeremonie verlieh der Präsident Verdienstkreuze an herausragende Bürger*innen und zeichnete einzelne Unternehmen nach Kriterien wie Kreativität oder kulturellem Engagement aus.

Der krönende Abschluss war der Geldwechsel: Hier konnten Drostaler zum vom Parlament festgelegten Tauschkurs in Euro gewechselt werden. Ein letztes Mal zeigten sich die organisatorischen Fähigkeiten des Staatsapparates. In relativ kurzer Zeit konnten etwa 400 Bürger*innen an über 20 Schaltern ihre Drostaler in Euro umtauschen. Viele Bürger*innen spendeten ihre Drostaler für eine von Bürger*innen ins Leben gerufene Spendenaktion zur Seenotrettung. Dabei kamen bereits unglaubliche 730,33 € zusammen. Erfreulicherweise wird der Staat zudem am Ende einen Gewinn erwirtschaften. Hier wird noch durch das Parlament und voraussichtlich auch durch das Volk entschieden, welche gemeinnützige Verwendung dieser Gewinn finden wird.

Erschöpft aber glücklich blicken wir auf eine unvergleichbare, arbeits- und lehrreiche Schulwoche zurück. Drostanien hat uns gezeigt, wie das persönliche Engagement einer/s jeden Einzelnen dem Wohle aller dient und wie jede/r Einzelne etwas bewegen kann. Drostanien war so viel mehr als Party, Essen und Feiern! Lasst uns das Erlebte und Gelernte in uns tragen und die erlebte Gemeinschaft auch in den Schulalltag einfließen!

Es lebe Drostanien! Es lebe die Demokratie!

Im Folgenden finden sich…
..ganz viele tolle Fotoerinnerungen. Herzlichen Dank und großes Lob  an unseren Staatsfotografen Valentin (10b)
…die vier beeindruckenden Ausgaben der Staatszeitung „Das Tageslicht“
…die vielen tiefgründigen Beiträge des Drostanischen Rundfunks, darunter Podcasts, Interviews und Reportagen
…die filmische Zusammenfassung des Staatsfernsehens 
… Flugblätter der „Weissen Ratte“ als Zeichen für das Aufbegehren der Zivilgesellschaft