Eine ergreifende und gleichermaßen lehrreiche Geschichtsstunde erlebten die Schüler*innen der Kursstufe am Droste-Hülshoff-Gymnasium: Auf Einladung seiner Enkelin Toni berichtete der ehemalige politische Häftling Herr Meinck von seiner Verfolgung durch das SED-Regime. Seine persönlichen Schilderungen von willkürlicher Verhaftung, Haft und Verhören durch die Stasi machten ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte auf einprägsame Weise greifbar. Die Veranstaltung hinterließ bei den Zuhörenden einen tiefen Eindruck, wie der nachfolgende Bericht und die lebhaften und beeindruckten Feedbacks zeigen. Dieses können unterhalb des Berichts nachgelesen werden.
Zeitzeuge zu Gast am DHG: Ein ehemaliger Stasi-Inhaftierter berichtet über seine politische Verfolgung
Am 18. November 2025 fand im C-Trakt des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Freiburg eine besondere Zeitzeugenbegegnung statt.
Toni aus der Kursstufe 2 hatte ihren Großvater, Herrn Meinck – einen ehemaligen politischen Häftling der DDR –, im Rahmen ihrer Geschichts-GFS bei Herrn Tritschler zu einem öffentlichen Interview eingeladen. Anwesend waren ein Großteil der KS2 sowie einige Kurse der KS1.
Herr Meinck schilderte eindrücklich seine Erfahrungen aus der Zeit seiner politischen Verfolgung in der DDR. Er war 1961 ohne konkreten Grund verhaftet worden und verbrachte anschließend mehrere Monate im Stasi-Gefängnis in Raßnitz. Offiziell galt er als „Staatsgefährder“, was laut seiner Schilderung vor allem auf „staatsgefährdende Propaganda und Hetze“ seitens des SED-Regimes zurückging. Er berichtete, dass bereits politische Gespräche mit Mitbewohnern sowie kritische Äußerungen zum Mauerbau als verdächtig eingestuft wurden.
Besonders eindrucksvoll für die anwesenden Schülerinnen und Schüler waren seine Beschreibungen der Verhöre, die er als den spannendsten Teil seiner Untersuchungshaft bezeichnete – was darauf hindeutet, dass der Rest des Tages sehr eintönig verlief. Eigentlich war eine Haftdauer von 18 Monaten vorgesehen, die er in einem Haftlager in Raßnitz absitzen sollte, wo er beim Kohleabbau helfen musste. Durch den Einsatz seiner Mutter wurde er jedoch bereits nach neun Monaten entlassen.
Trotz der schwierigen Erlebnisse trat Herr Meinck den Schüler*innen gegenüber reflektiert und ohne Bitterkeit auf. Sein offener Umgang mit den Erinnerungen sowie seine Bereitschaft, alle Fragen zu beantworten, erleichterten das Verständnis für diese Zeit und machten die Veranstaltung zu einem wichtigen Beitrag zur politischen Bildung am DHG.
(Text: Lia Haimann)















































































































































































































































