Globale Freundschaft & Blick in den Schulalltag: Unser Austausch mit Denver, Colorado

Ein Flug über den Atlantik, das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie und der Unterricht in einer typischen US-Highschool – für eine Gruppe von Schüler*innen des Droste-Hülshoff-Gymnasiums wurde das im Herbst Realität. Vom 22. Oktober an verbrachten sie zwei unvergessliche Wochen im Rahmen des Austauschprogramms mit unserer Partnerschule, der Denver East High School in Colorado. Begleitet von ihren Lehrkräften Frau Schulz und Herr Frey-Neophytou, sammelten sie nicht nur sprachliche, sondern auch kulturelle und persönliche Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausreichen.

Wie eine Teilnehmerin diese intensive Zeit erlebt hat, schildert Luisa Sulzbacher aus ihrer ganz persönlichen Perspektive.

Der Schüleraustausch zwischen dem Droste-Hülshoff-Gymnasium und der Denver East High School in Denver, Colorado, war eine sehr lehrreiche und positive Erfahrung, für die meine Mitschüler/innen und ich zutiefst dankbar sind. Am 22. Oktober machte sich unsere Gruppe zusammen mit unseren Lehrern Frau Schulz und Herrn Frey-Neophytou auf den Weg nach Colorado.

Wir wurden in den USA von unseren Gastfamilien von Anfang an sehr warmherzig aufgenommen. Eine ganz besondere Erinnerung für mich ist, als wir nach der langen Reise in Denver am Flughafen ankamen und mit bunt dekorierten Welcome-Schildern begrüßt wurden und jeder direkt lächelnd zu seinem Austauschpartner gerannt ist. Später haben wir uns auf dem Weg nach Denver in der Bahn gemeinsam unterhalten und besser kennengelernt, wobei wir uns auf Anhieb super verstanden haben. Es war ein perfekter Start in unser zwei-wöchiges Abenteuer.

Besonders interessant auf unserer Reise war es, den amerikanischen Schulalltag kennenzulernen. Am ersten Tag haben wir als Gruppe eine Führung durch das Schulhaus sowie das dazugehörige Schulmuseum gemacht, wobei wir einen groben Überblick über den Aufbau sowie die Geschichte der Schule bekamen. Die ersten Tage ist jeder deutsche Schüler mit seinem amerikanischen Partner in die Klassen gegangen, doch in der zweiten Woche durften wir selbst unsere Kurse wählen und neue Themenfelder erkunden, die in Deutschland nicht Teil des Bildungsplans sind. Ich persönlich finde vor allem die zweite Hälfte sehr lehrreich, da ich in dieser Zeit Kurse wie Jura, amerikanische Regierung und persönliche Finanzen besuchen konnte, alles Themen, die ich alle sehr interessant finde. Besonders inspirierend empfand ich, dass jeder Schüler in Amerika seine Fächer sehr frei wählen kann, genau abgestimmt auf seine eigenen Interessen und Stärken. Auch ist mir aufgefallen, dass kritisches Denken und Diskutieren an der East High School einen sehr hohen Stellenwert haben, was sich, zum Beispiel, in der Beliebtheit des Debattier- sowie der Präsentationskurse zeigt.

Auch außerhalb der Schule haben wir viele neue Erfahrungen gesammelt und neue Orte gesehen. Ein Beispiel hierfür wäre der Tagesausflug, bei dem wir zuerst das Geschichtsmuseum von Colorado besucht haben und anschließend das Kapitol von Colorado erkunden durften. Ein persönliches Highlight für mich war das Treffen mit dem Gouverneur von Colorado, der sich extra Zeit genommen hatte, um sich mit uns zu unterhalten. Gouverneur Polis wird bald seine zweite Amtszeit beenden und möchte möglicherweise bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2028 für das Präsidentenamt kandidieren.
Nicht nur im politischen und geschichtlichen Bereich konnten wir viel lernen, sondern auch im geographischen. An einem Tag machten wir uns im typischen gelben Schulbus auf den Weg zum „Garden of the Gods“, wo wir eine Wanderung durch die beeindruckende Landschaft roter Sandsteinformationen unternahmen, bevor es weiter ging nach Manitou Springs.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass ich unendlich dankbar bin für alle Erfahrungen, die ich sammeln konnte, sowie für alle freundlichen und offenen Menschen, die ich auf unserer Reise kennenlernen durfte.