2019-07-19_Wandmalerei-balken.jpg2018_Balken-Landschulheime.jpg2019-10-10_Dialog (Kopie).jpg2018-10-28-rotenfels.jpg2018-10-28_Balken-Graf1.jpg2018-12-18_Adventskonzert.jpg2019-07-19_Wandmalerei-balken (weitere Kopie).jpg2018-MS-Theater2.jpg2018-10-28-Küken.jpg2019-04-04_OS-Theater-Balken1.png2018-07-20_Projekttage-Balken.jpg2018-10-28-modulareVariation.jpg2019-07-22_DHgenies-Balken (Kopie).jpg2018-KS2-Physiker.jpg2018-09-23_MacroNatur-Balken.jpg2019-07-22_DHgenies-Balken (weitere Kopie).jpg2018-12-18_Adventskonzert2.jpg2018_Balken-Studienfahrt2.jpg2018-US-Theater.jpg2019-07-18_US-Theater-balken2 (weitere Kopie).png2019-03-19_Ugandaprojekt-Balken.jpg2018-11-30_Adventsbasar-side.jpg2018-09-19_BK-Temperamente.jpg2019-07-19_Wandmalerei-balken (Kopie).jpg2019-05-28_ChorP1210626-Balken.jpg2018-Bridges.jpg2019-09-13_Schulversammlung-balken (Kopie).jpg2018-03-20_Balken-Genua.jpg2019-07-22_DHgenies-Balken.jpg2018-07-19_Sporttag-Balken2.jpg2019-05-13_MS-Theater-Balken1.jpg2018-10-28-Baumhaus+Siedlung.jpg2019-07-18_US-Theater-balken2 (Kopie).png2019-09-13_Schulversammlung-balken.jpg2019-05-13_MS-Theater-Balken2.png2018-10-28-oms .jpg2018-10-28-malerlandsch.jpg2019-07-18_US-Theater-balken2.png2018-MSTheater.jpg2018-07-03_Abischerz-Balken.jpg2018_Balken-Studienfahrten1.jpg2019-07-18_US-Theater-balken1 (weitere Kopie).png2018-09-24_Vermont-Balken.jpg2018-12-06_Nikolaus-side.jpg2018-10-28-Seelenporträt+lebbild.jpg2019-07-18_US-Theater-balken1.png2018-06-30_Kunstinbildern-Balken2.jpgarchitektur.png2019-04-04_OS-Theater-Balken2.jpg2019-07-18_US-Theater-balken1 (Kopie).png2019-09-13_Schulversammlung-balken (weitere Kopie).jpg2018-10-28-dekonstr.jpg2018-07-19_Sporttag-Balken1.jpg2018-MINT.jpg2019-03-19_Ugandaprojekt-Balken2.jpg2019-10-10_Dialog.jpg2019-10-10_Dialog (weitere Kopie).jpg2018-07-09_KEIGA-Balken2.jpg2019-05-28_ChorP1210626-Balken (Kopie).jpg2018-09-22_Lotte-Balken.jpg

Die neue Mädchen-Oberrealschule nahm zu Schuljahrsbeginn 1946/47 mit 17 Lehrkräften und 342 Schülern in 13 Klassen ihren Betrieb auf. Zu ihrem Leiter wurde im September Herr J. Longerich bestellt, der von 1920 - 46 Professor an der Hindenburgschule und dann für wenige Monate Direktor des Konstanzer Mädchen-Gymnasiums gewesen war. Mit dem Droste war eine kleine Schule entstanden, die Chancen zu einer ruhigen Entwicklung gehabt hätte, wenn die Zeitumstände danach gewesen wären. Aber das damalige Leben im allgemeinen und das Schulleben im besonderen standen im Zeichen der Belastungen und Schwierigkeiten der unmittelbaren Nachkriegszeit. Es herrschte der Mangel: es gab keine Lehrbücher, da die bisherigen verboten, neue noch nicht geschaffen waren, so daß der Unterrichtsstoff durch mühselige Vervielfältigungen oder durch Diktat dargeboten werden mußte, Schreibwaren waren rar für Lehrer wie Schüler, im Winter fehlte es an Heizmaterial, so daß Unterricht ausfallen mußte (Kohlenferien!) oder verkürzt in kalten Klassenzimmern gehalten wurde; das Mobilar war ein Sammelsurium, das man sich irgendwo beschafft hatte, die Holzkiste als Papierkorb galt als Zeichen des Fortschritts. Gravierender war der Lehrermangel: viele Lehrer waren nicht oder noch nicht aus dem Krieg und der Gefangenschaft zurückgekehrt, andere mußten zunächst das Entnazifizierungsverfahren durchlaufen. Daß Lehrer und Schüler täglich Hunger litten, ergänzt das dunkle Bild dieser schweren Zeit. In diesem Zusammenhang sollen in Dankbarkeit die Schweizer-Quäker-Speisungen erwähnt werden, die auch im Droste durchgeführt wurden. All dies traf nicht nur unsere Schule allein. Anders war es mit der größten Belastung, die sich aus der eingangs geschilderten Schulsituation Freiburgs ergab: das Droste besaß kein eigenes Gebäude, und es gab zu dieser Zeit kaum Hoffnung auf eine baldige Änderung dieses Zustands. Das Schulhaus am Aschoff-Platz, das einmal für höchstens 450 Schüler erbaut worden war, gehörte rechtmäßig dem humanistischen Gymnasium, dem Berthold-Gymnasium. Sein Schicksal war es, unsere Schule aufnehmen zu müssen, unser Schicksal, für viele Jahre „Untermieter" zu werden. Das hieß in der Praxis, daß nach der Einführung normaler Wochenstundenzahlen das Schulhaus von morgens bis abends voll belegt war, daß beide Schulen Schichtunterricht hatten, wobei die Schichten: Vormittags-Nachmittagsunterricht zunächst monatlich, später aber wöchentlich wechselten. Wenn man diesen Schichtunterricht nicht selbst erlebt hat, muß man viel Fantasie aufbieten können, um die Belastungen für alle Beteiligten, Direktion, Lehrer, Schüler, Eltern und die zugehörigen Familien, erahnen zu können. Hatte man vormittags Unterricht, war die Welt in Ordnung, der Tagesrhythmus verlief normal. Nicht so dagegen beim nachmittäglichen Unterricht. Beinahe nahtlos lösten die beiden Schulen sich ab. Daß hier Luft und Sauberkeitsprobleme anstanden, war von geringerer Bedeutung als die Tatsache, daß der Tagesrhythmus jetzt auf dem Kopf stand. Zur Zeit des größten Leistungsabfalls mußte mit der Hauptarbeit des Tages angefangen werden. Da der Unterricht am Nachmittag bis 18.15 Uhr dauerte, machten sich die Schülerinnen, auch die kleinen, im Winter erst nach Einbruch der Dunkelheit auf den Heimweg — ein Zustand, der, je länger er dauerte, desto mehr ein Ärgernis wurde, besonders auch, weil relativ viele Auswärtige davon betroffen waren. Der Schichtunterricht mit seinen inhumanen Erscheinungen hat volle 12 Jahre gedauert. Erst 1958 war der Neubau für das Berthold-Gymnasium an der Hirzbergstraße bezugsfertig. In der Festschrift zu diesem Anlaß meint man geradezu ein Aufatmen über das Ende der „großen Not" des „unseligen" Schichtunterrichts zu vernehmen.

Der Umzug des Berthold-Gymnasiums war im selben Sinne ein Tag der Freude für das Droste. Aber es fehlte nicht der Tropfen Wermut im Becher der Freude: Den Schichtunterricht hatte man hinter sich, aber mit neuer räumlicher Beengung mußte man fertig werden. Einige Unterstufenklassen eines zukünftigen Friedrich- Gymnasiums verblieben als Grundstock im Erdgeschoß der Schule, während in unserer Schule wegen der großen Zahl der Neuanmeldungen die Anzahl der Klassen vorübergehend von 18 auf 20 erhöht werden mußte. Es liegt nahe, bei diesen Zuständen sich einen unproduktiven und tristen Schulalltag auszumalen. Aber er war weder das eine noch das andere. In dem Maße, in dem sich das Leben überhaupt normalisierte, normalisierte sich auch das schulische Leben. Die Lehrer dieser Jahre kamen nicht nur ihrem dienstlichen Auftrag voll nach, sondern haben aus Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen dieser schweren Jahre, deren Schulbildung vielfach gestört und unterbrochen war, ein möglichst „normales" Schulleben angestrebt und auch ermöglicht. Davon legen erfolgreich abgelegte Reifeprüfungen ebenso Zeugnis ab wie eine rasche Entfaltung musischer Tätigkeit. Zum Beleg seien die allerersten genannt: im Dezember 1948 eine Mozartfeier im Maria-Hilf-Saal, ein Weihnachtssingen im selben Jahr im Kaufhaussaal; 1950 eine Drostefeier, in der die Schulpatronin nicht nur als Dichterin, sondern auch als Liederkomponistin gewürdigt wurde. — Im Dezember 1952 zeigten die Schülerinnen in einer ersten Ausstellung Web- und Metallarbeiten und begründeten damit eine schöne Tradition.